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0:3 gegen Herbern

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Von Lenneke Lenfers-Lücker
OESTINGHAUSEN Nach dem Schlusspfiff haderte Trainer Ralf Bellenhaus mit dem Schicksal: Beim 0:3 gegen den SV Herbern habe seinem Team das Glück gefehlt. Doch das allein war nicht der Grund für eine am Ende verdiente Niederlage. Immerhin – das 0:3 war eine erhebliche Steigerung im Vergleich zum Hinspiel, wo SGO 0:6 untergegangen war.

Damals hatte Bellenhaus seinem Team noch die Landesliga-Tauglichkeit abgesprochen. Davon kann heute nicht mehr die Rede sein. Wie gefordert kamen die Schwarz-Gelben über Einsatz und Leidenschaft. Lars Werthschulte zeigte als hängende Spitze ein enormes Laufpensum, holte die Bälle auch hinten ab, wo Okafor und Kraft eine zunächst stabile Defensive bildeten. Doch in der zwölften Minute war Simeon Uhlenbrock plötzlich durch. Cicou eilte aus dem Kasten, war aber die berühmte Sekunde zu spät. Uhlenbrock nahm die Einladung an, der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Der Unglücksrabe hätte seinen Fehler sogar ausbügeln, denn er war am Schuss des SVH-Kapitäns Brockmeier noch dran – letztendlich lag der Ball trotzdem im Netz. Die Bellenhaus-Elf steckte aber nicht auf. Pipers legte kurze Zeit später auf Klein ab, der den Ball aus 28 Metern knapp neben das Tor drosch. Mehr Glück gab es wieder auf Herberner Seite, die einen Abstimmungsfehler zwischen Karsten Dietz und Manuel Kraft auf der linken Seite eiskalt ausnutzten. Jonas Wilde durfte sich den eigentlich schon verloren geglaubten Ball wiederholen, brachte den Ball in die Mitte, wo Joachim Mrowiec sich seelenruhig den Ball zurechtlegte. Okafor fälschte seinen Schuss dann noch unhaltbar für Cicou ab – das 0:2. Trotzdem gaben sich die Oestinghauser nicht auf, brachen nicht auseinander, sondern warfen sich dazwischen. Vielleicht hätte sogar schon vor der Pause der Anschluss fallen könne, als Lars Werthschulte SVH-Keeper Henning Schubert in der 40. Minute zur Glanzparade zwang.
Einsatzbereitschaft und Leidenschaft stimmten auch in der zweiten Hälfte, wo SGO mit Glück den Anschluss hätte schaffen können. Doch Armin Klein knallte den Ball ähnlich wie in der ersten Hälfte diesmal an den Pfosten und Alex Ronneburgs Kopfball nach einem Werthschulte-Freistoß landete knapp nebem Tor. Auf der anderen Seite war das Glück wieder den Gästen hold. Nach Flanke von Mrowiec landete ein abgefälschter Schuss von Uhlenbrock doch noch im Kasten – das 0:3. Die Schwarz-Gelben zeigten insgesamt gute Ansätze, doch fehlte es über weite Strecken an der Passgenauigkeit und Abgeklärtheit. Und an Glück. Trainer Bellenhaus war sich einer Sache aber sicher: „Wir können hoffnungsfroh ins neue Jahr gehen!“ Dann aber hoffentlich mit mehr Glück auf eigener Seite.

SG Oestinghausen: Cicou, Kraft, Okafor, Klein, Ronneburg (79. Krüger), Dietz (75. Wallow), De Smet, Stemann, Polzin, Werthschulte, Pipers.
SV Herbern: Schubert, Schlupp, K. Wilcock, Bruland, Wilde (70. Manfredi), Manka (76. Krüger), Brockmeier (65. D. Wilcock), Kaminski, Uhlenbrock, von der Ley, Mrowiec.
Tore: 0:1 (12., FE) Brockmeier, 0:2 (21.) Mrowiec, 0:3 (68.) Uhlenbrock.
Schiedsrichter: Florian Säck (Detmold).

Ralf Bellenhaus: „Wir wussten, dass wir nur über Leidenschaft und Einsatzbereitschaft kommen können. Dazu haben wir aber auch einfach kein Glück – zwei Treffer waren abgefälscht, unser Schuss an den Pfosten. In der Summe war der Sieg für Herbern aber auch verdient.“
Christian Bentrup: „Wir können natürlich zufrieden sein, auch wenn es für uns als spielerisch veranlagte Mannschaft auf dem Rasen schwer war. Wir haben den Gegner über 90 Minuten nahezu beherrscht. Nach dem 3:0 war die Partie entschieden.“ J lel

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