Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 17:19 Uhr Geschrieben von: Administrator Montag, den 12. Dezember 2011 um 19:53 Uhr
OESTINGHAUSEN Alle Jahre wieder – so dudelt es zur Zeit nicht nur auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten aus den Boxen, sondern auch bei SG Oestinghausen wird man den Klassiker nur allzu gut kennen. Wieder einmal steckt der Landesligist im Tabellenkeller fest und muss sich nach der Winterpause dem Abstiegskampf stellen.
Wie im vergangenen Jahr ist der Blick auf die Tabelle ernüchternd. Zwar stehen die Schwarz-Gelben nicht direkt auf einem Abstiegsplatz, da durch die Spielklassen-Reform die genaue Anzahl der Absteiger noch nicht feststeht. Möglicherweise wird es aber fünf Teams treffen. Der Abstand zum somit „rettenden Ufer“, das der SV Hüsten 09 bekleidet, beträgt für die Lippetaler nach der 0:3-Pleite gegen den SV Herbern bereits acht Punkte. „Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Mannschaft schon im Winter abgestiegen ist“, übt sich Trainer Ralf Bellenhaus trotz aller negativer Vorzeichen in Optimismus.
Die Vorzeichen sind aber allein deswegen negativ, da die Oestinghauser im Gegensatz zu ihren Tabellennachbarn im Keller keine personellen Nachbesserungen vornehmen können. „Wo sollen wir die hier auch hernehmen? Außerdem haben wir kein Geld, um etwas zu tun“, gibt Bellenhaus einen Einblick in die schwierige Situation beim Tabellen-13. der Landesliga. Er setzt deswegen voll auf die Reaktivierung eigener verletzter oder zuletzt verhinderter Kräfte. Außerdem sollen Spieler aus der zweiten Mannschaft durch eine starke Wintervorbereitung eine Chance bekommen, wie zum Beispiel Markus Niemand. Auch Heiko Schremmer, der derzeit ein Leistungstief durchlebt, „soll daraus geführt werden. Wir müssen wieder 16 Leute beim Training zusammenbekommen, um den Konkurrenzkampf anzuheizen“, sieht der SGO-Coach Nachbesserungsbedarf.
Bei all den Schwierigkeiten macht der Übungsleiter aber einen entscheidenden Vorteil für seine Mannschaft aus: die Erfahrung im Abstiegskampf. „Das ist ein Vorteil, definitiv. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich auf mich verlassen können, ich weiß, an welchen Schrauben ich drehen muss“, will er seinem jungen Kader als Orientierung in der schwierigen Zeit dienen. Denn für SGO geht es im ersten Spiel nach der Winterpause direkt um einiges. Sie werden beim Elften SV Hüsten zu Gast sein. „Da muss uns etwas gelingen und ich spreche nicht nur von einem Punkt. Wir müssen da eine kleine Serie starten“, hat der Trainer den Ernst der Situation klar vor Augen.
Und vielleicht dudelt dann im Mai nächsten Jahres immer noch „Alle Jahre wieder...“ aus den Boxen – nur dass diesmal der Klassenerhalt anstatt des Abstiegskampfes im Lippetaler Liedtext steht.
lel/aus dem Soester Anzeiger
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